Reise-Tipp: Palma de Mallorca

Götz Kneiseler
Götz Kneiseler

Wenn es in Deutschland grau, nasskalt und regnerisch ist, kann man auf Mallorca wunderbar Sonne tanken. also spontan einen Kurztrip nach Palma de Mallorca buchen.

Bei unserem Inselbesuch im Februar hatten wir Sonnenschein, angenehme 19 Grad und eine nicht überfüllte Stadt. Gebucht war ein kleines Hotel in Palma, das vom Flughafen bequem mit dem Taxi angefahren werden kann. So brauchten wir keinen Leihwagen. Und in der Stadt ist alles einfach zu Fuß zu erreichen.

Die Altstadt ist größtenteils autofrei.

Viele enge Gassen, die teilweise nur über Treppen miteinander verbunden sind. Diverse Plätze und eine interessante Architektur, die eine stilistische Mischung aus der Geschichte der Stadt, den spanischkatalanischen und arabischen Einflüssen ist, laden zum Erkunden zu Fuß ein. Den ersten Abend haben wir in einer Wermuth-Bar bei leckeren Tapas verbracht.

Am Morgen darauf hat uns die Sonne gleich ans Meer gelockt. Vom Hotel zu Fuß durch die Altstadt. Die vielen gotischen Kirchen laden im Vorbeigehen zu einem kurzen Besuch ein. So etwa die Basilika Sant Francesc mit Kloster und Kreuzgang an der Plaça de Sant Francesc. Dann weiter in die wunderschöne Kathedrale. „La Seu“, wie die Mallorquiner die Kirche nennen. Sie ist im Gotik- beziehungsweise Neugotik-Stil erbaut. Die Grundsteinlegung geht auf das Jahr 1230 zurück, nach der Eroberung Mallorcas von den Mauren. Erbaut auf dem Platz einer islamischen Moschee. Die Arbeiten dauerten mehrere Jahrhunderte und es haben sich viele Baustile in der Kathedrale verewigt. Im Rahmen der Restaurierung im 20.Jahrhundert hat auch Antoni Gaudí dort seine Spuren hinterlassen. Unbedingt das „Fischrelief“ in der Seitenkapelle des Mallorquinischen Künstlers Miquel Barceló anschauen!

Von dort ist es ein wunderbarer Spaziergang bis nach Portitxol. Wer mehr Ausdauer hat, gerne weiter um den kleinen Hafen herum und die Promenade entlang. Es gibt zwei Plätze für einen Break: die Dachterrasse vom Hotel Es Príncep und am Ende des Strandes von Palma der schön gelegene Assaonar Beach Club. Zurück dann barfuß am Wasser den Strand entlang.

Shopping, Vino, Tapas!

An Tag zwei waren wir in der Markthalle „Mercat de l’Olivar“. Super Sushi und Rosé Cava gibt es bei „purozushi“. Der restliche Tag: Shopping, Vino, Tapas! Zwischendurch moderne Kunst in der Ausstellung der „Fundation Juan March”.

Tag drei: mit dem über 100 Jahre alten Zug nach Sôller und dann mit der Straßenbahn von 1913 nach Port de Sôller. Hier haben wir eine wunderbare Paella oberhalb vom Hafen in der Sonne gegessen. Dann eine traumhafte Zugfahrt entlang von Oliven- und Mandelbäumen, die zu dieser Zeit blühen. Am Abend absoluter Tipp, im La Vieja die frittierte Dorade und zum Abschluss ein bis zwei Glas Vermuth auf der Plaça.

Am Abreisetag haben wir die Koffer im Hotel deponiert, das Taxi für später bestellt und sind wieder zu Fuß durch die Stadt, um noch zwei Kunstausstellungen zu besuchen. Zuerst im „Caixa Forum“. Das ehemaligen Grand Hotel von 1903, erbaut im katalanischen Jugendstil, mit wundervollen Balkonen, Säulen und einer Stuckfassade. Es ist als Weltkulturdenkmal gelistet und wurde 1993 von der Fundació La Caixa restauriert. Heute ist es ein Kulturzentrum und eine Kunstgalerie mit regelmäßig wechselnden interessanten Ausstellungen. Von dort ins „Es Baluard“, was Bollwerk bedeutet. Denn das moderne Gebäude des Kunstmuseums Palma befindet sich innerhalb der alten Befestigungsanlage. Auf der Befestigungsmauern bietet sich zum Abschluss ein
fantastischer Blick über Stadt und Hafen.

Restaurant-Tipps:

  • La Rosa Vermuteria
  • La Vieja de Jonay Hernandez
  • Purozushi im Mercat de l’Olivar
  • El Camino
  • Bar España

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