Schnarchtherapie in der Zahnarztpraxis

22. Juni 2021

Schnarchtherapie in der Zahnarztpraxis

Die zahnärztliche Schlafmedizin gewinnt immer mehr an Relevanz. Eine Therapie mittels Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) spielt bei der Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen eine zentrale Rolle – entweder als Erstlinientherapie für primäre Schnarcher oder als Alternative zur Überdrucktherapie für Patienten, die unter leichter bis mittlerer diagnostizierter obstruktiver Schlafapnoe leiden.

Die Schienentherapie kann bei der zahnärztlichen Untersuchung angesprochen oder vom HNO-Arzt empfohlen werden. Deshalb ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend für den langfristigen Erfolg der Therapie. Das kieferorthopädische Fachlabor Orthos bietet mit den SchlafHarmonie-Geräten nicht nur individuelle Lösungen je nach Indikation, sondern unterstützt den Prozess vor, während und nach der Behandlung.

Bestimmung der Patienteneignung für die Schlaftherapie mittels UKPS

Nur wenige Patienten wissen, dass ihr Zahnarzt auch Anlaufstelle für die Schnarchtherapie ist. Um festzustellen, ob ein Patient unter Schnarchen leidet, kann der von Orthos konzeptionierte Anamnesebogen hinzugezogen werden. Ist die Abfrage positiv, muss der Zahnarzt vor Verordnung einer UKPS orale Kontraindikationen ausschließen. So sind unter anderem eine ausreichend mögliche Protrusionsbewegung des Unterkiefers, eine genügende Zahl von festen, karies- und entzündungsfreien Zähnen je Kiefer in parodontal gesunder Umgebung bzw. belastbare Implantate notwendig. Weitere Voraussetzungen sind eine ausreichende Fähigkeit zur Mundöffnung sowie eine unauffällige klinische Funktionsanalyse. Nach der zahnärztlichen Initialdiagnostik gilt es, den Schweregrad des Schnarchens zu ermitteln und gegebenenfalls das Vorliegen einer obstruktiven Schlafapnoe abzuklären. Die Schlafanalyse erfolgt mittels eigenem Aufzeichnungsgerät oder in Kooperation mit einer HNO-Praxis bzw. einem Schlaflabor. Leidet der Patient unter leichtem bis mittlerem Schnarchen ohne Atemaussetzer, soll laut der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Schnarchens bei Erwachsenen die Therapie mit einer UKPS empfohlen werden.1 Liegen jedoch Atemaussetzer vor, muss die finale Diagnose und Therapie in enger Zusammenarbeit mit einem Schlafmediziner erfolgen.2 Orthos hilft mit seinem Netzwerk und Know-how bei der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Der Weg zur Schiene: Von der Abformung bis zur Kontrolle

Erfüllt der Patient alle Voraussetzungen, können die Abformungen des Ober- und Unterkiefers beispielsweise per digitalem Scan an das kieferorthopädische Labor geschickt werden. Ab dann begleitet das zahntechnische Fachteam von Orthos den Prozess und steht mit Rat und Tat zur Seite: Es unterstützt bei der Auswahl des passenden SchlafHarmonie-Gerätes und fertigt die Schienen individuell an – sechs verschiedene Ausfertigungen stehen zur Verfügung, die allesamt der Orthos-Garantieerklärung und regelmäßigen Qualitätskontrollen unterliegen. Sie sind stufenlos verstellbar, was klare Vorteile mit sich bringt: Es wird eine zu starke Vorverlegung des Unterkiefers vermieden, sodass anfängliche Beschwerden reduziert werden können. Die schrittweise Anpassung maximiert den therapeutischen Nutzen – beides wichtige Kriterien für eine hohe Patientencompliance. Diese ist insbesondere mit Blick auf die Therapiedauer von Bedeutung, da die UKPS wahrscheinlich eine langfristige Behandlung sein wird. So sind Nachkontrollen des Sitzes und der Wirksamkeit unabdingbar, genauso wie regelmäßige Kontrollen durch den HNO-Arzt bzw. Schlafmediziner. Anfallende Adjustierungen oder Reparaturen können im Fachlabor schnellstmöglich umgesetzt werden. Über das Kundenportal ORKomm können die Partnerpraxen direkt mit dem Fachlabor kommunizieren sowie Aufträge und Bestellungen aufgeben und deren Stand jederzeit einsehen.

Jetzt informieren

Mehr erfahren sowie ein Starterpaket mit Infomaterial für Praxen und Patienten bestellen können Interessierte unter schlafharmonie.de/de/starterpaket.


Quellen:

1 S3-Leitlinie (Langfassung): Diagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen, AWMF-Register-Nr. 017/068.
2 S3-Leitlinie: Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörung Kapitel „Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen“, AWMF-Register Nr. 063/001.

Kontakt

Orthos Fachlabor für Kieferorthopädie GmbH & Co. KG

Berner Straße 23
60437 Frankfurt am Main
info@orthos.de

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