Die Vorteile von „New Work“ für ZFAs

Jacob Wackerhausen
Docmedico

Der Begriff „New Work“ ist in aller Munde und kommt auch zunehmend im medizinischen Bereich an. Oft gibt es dabei Missverständnisse, was das konkret bedeutet. Dabei geht es im Kern darum, dass sich die Arbeitsbedingungen an die Arbeitnehmer anpassen, damit sie besser und auch zufriedener im Job sind. Wir schauen uns an, wie das bei ZFAs aussehen kann und was die Vorteile sind.

Flexible Arbeitszeiten und -orte

Flexible Arbeitszeiten umfassen eine ganze Reihe an Möglichkeiten: Teilzeitmodelle, Gleitzeit oder Jobsharing. Diese Möglichkeiten sollen es ZFAs erlauben, ihr Privat- und Berufsleben besser zu vereinbaren. Homeoffice gehört ebenfalls dazu. So kann überlegt werden, ob administrative Aufgaben, wie Abrechnungen oder Dokumentation nicht von zuhause erledigt werden können. Da bei ZFAs die Arbeitszeit von den Praxisöffnungszeiten vorgegeben ist, machen weitere Modelle, wie die Vertrauensarbeitszeit eher wenig Sinn.

Automatisierung und Digitalisierung

Für sich wiederholende Tätigkeiten gibt es immer mehr digitale Lösungen. Das kann die Terminvereinbarung und -erinnerung sein oder andere Patientenanfragen, wie Rezeptanforderungen, Überweisungen oder Krankschreibungen. Dafür gibt es zum Beispiel die Online-Rezeption by Docmedico (www.docmedico.de) . Fallen diese Tätigkeiten weg oder reduzieren sich zumindest, weil ein digitales Tool sie übernimmt, werden ZAFs entlastet, haben mehr Zeit für Patienten und werden weniger durch repetitive Aufgaben belastet.

Das wirkt auch dem Fachkräftemangel entgegen, denn zum einen braucht es weniger Personal, wenn die Aufgaben von einer Software übernommen werden, zum anderen wird das bestehende Personal entlastet, so dass weniger die Stelle oder gar den Beruf verlassen.

Persönliche Entwicklung

Möchte man ZFAs langfristig an die Praxis binden, ist es wichtig Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Das beinhaltet Spezialisierungsmöglichkeiten, zum Beispiel in der Prophylaxe, dem Qualitäts- oder Praxismanagement. Schulungen oder Weiterbildungen in ausgesuchten Bereichen sind dabei ebenfalls wichtig. Damit einher geht auch die Übertragung von Verantwortung für bestimmte Aufgaben und Bereiche. Das stärkt die Selbstwirksamkeit und zeigt Wertschätzung.

Attraktives Arbeitsumfeld

Für ein attraktives Arbeitsumfeld braucht es nicht unbedingt viele Extras. Denn im ersten Schritt geht es um die Wertschätzung der ZFAs. Das bedeutet die Einbeziehung in Entscheidungen, die sie betreffen. Feedback in der Form von Einzelgesprächen, Teammeetings oder anonymen Abfragen. Und auch die Förderung des Teamgeists, zum Beispiel bei Teamevents oder Workshops.

Extras können auch zur Attraktivität des Arbeitsumfeldes beitragen, so zum Beispiel die Förderung von Gesundheitsmaßnahmen (z.B. Wellpass, Firmenfahrrad oder Sportmöglichkeiten vor Ort). Stressreduzierende Maßnahmen, wie ein Erholungsraum, oder Entspannungsangebote tragen ebenfalls dazu bei.

New Work bietet ZFAs viele Vorteile:  die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln, ihre Arbeit flexibler zu gestalten und in einem wertschätzenden Umfeld tätig zu sein. Für die Praxis bedeutet dies nicht nur motiviertere Mitarbeitende, sondern auch effizientere Abläufe und eine stärkere Bindung an das Team.

Quellen:

Heim, C. (2024). New Work in der Medizin: Paradigmenwechsel oder Utopie?. Zeitschrift für Herz-, Thorax-und Gefäßchirurgie38(6), 317-319.

Medi Verbund New Work in der Praxis: „Es muss ein Kulturwandel stat.tfinden“ https://www.medi-verbund.de/2023/03/new-work/, letzter Aufruf am 18.12.2024

Ärztestellen, Güthoff, S. (2023) Ärztinnen und Ärzte in Führung: New Work in der Medizin umsetzen, https://aerztestellen.aerzteblatt.de/de/redaktion/aerztinnen-und-aerzte-fuehrung-new-work-der-medizin-umsetzen, Letzter Aufruf am 18.12.2024

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