
Von Muskelabbau bis Mundtrockenheit: Die Folgen des Alterns verstehen
Wie beeinflussen altersbedingte Einschränkungen den Alltag und die Gesundheit? Welche Rolle spielen dabei Zahnmedizin und Humanmedizin? Und welche präventiven Maßnahmen gibt es? Die Experten beleuchten im zweiten Teil der Podcastfolge „Die Folgen des Alterns – Veränderungen im Alter und orale Besonderheiten”, worauf du im Praxisalltag besonders achten solltest.
Von Muskelabbau und Diabetes bis zu Mundtrockenheit und der richtigen Zahnpflege – die beiden Professoren erklären, wie alles miteinander zusammenhängt. Prof. Schmalz bringt es auf den Punkt: „Die Zähne und der Zahnhalterapparat hatten von Natur aus wahrscheinlich mal nicht 80 oder 100 Jahre im Hinterkopf, als sie entwickelt wurden.”
Diabetes, Osteoporose und Mundgesundheit: Die Zusammenhänge
Typische Alterserkrankungen und ihre Auswirkungen auf die Zähne
Viele typische Alterserkrankungen beeinflussen die Mundgesundheit direkt. Prof. Ebert macht deutlich: „Welche ältere Frau hat keine Osteoporose? Welche älteren Menschen haben keine Arthrose? Das sind schwierig anzugehende Probleme.”
Die Podcastfolge zeigt auf, wie Diabetes, Osteoporose und Mundtrockenheit zusammenhängen und was du als Praxisteam tun kannst, wenn Patientinnen und Patienten die Zahnpflege vernachlässigen.
Herausforderungen in der Praxis meistern
Wenn die Mundhygiene zur Herausforderung wird
Ein wichtiges Thema: Wie gehst du damit um, wenn ältere Patientinnen und Patienten die Mundhygiene nicht mehr richtig durchführen können? Prof. Schmalz hat einen hilfreichen Tipp: „Ich empfehle Zahnärztinnen und Zahnärzten, mal einen Altersanzug anzuziehen und zu versuchen, sich die Zähne zu putzen.”
Patientenkommunikation mit Fingerspitzengefühl
Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt: „Wenn Patienten überhäuft werden mit Informationen und in der Folge Misserfolge erleben, dann sinkt deren Selbstwirksamkeit und ihr Selbstvertrauen”, erklärt der Professor.
Ernährung und Lebensstil: Mehr als nur Zahnpflege
Systemische Auswirkungen der Ernährung
Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit im Alter. Prof. Ebert warnt: „Ernährungsprobleme im Alter sind systemisch wirksam. Eine schlechte Ernährung führt zu Muskelabbau, metabolischen Erkrankungen und letztlich sogar zu erhöhter Sterblichkeit.”
Auch der Lebensstil hat direkten Einfluss: „Wenn es uns gelingt, einen schlechten Lebensstil zu führen, dann haben wir die Effekte der zellulären Seneszenz noch ausgeprägter”, so Prof. Ebert.
Prävention statt Reparatur
Die Bedeutung regelmäßiger Kontrollen
Ein zentrales Anliegen der beiden Experten: die Bedeutung der Prävention. Prof. Schmalz betont: „Viele ältere Menschen sehen den Zahnarzt nur noch, wenn Beschwerden auftreten – dann ist es oft zu spät für präventive Maßnahmen.”
Psychologische Aspekte nicht vergessen
Auch psychologische Aspekte spielen eine Rolle: „Mundgeruch kann Menschen isolieren. Wer Angst hat, sich anderen zu nähern, leidet auch psychologisch darunter.”
Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Der Schlüssel zum Erfolg
Vernetzung verschiedener Fachbereiche
Die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachbereiche wird immer wichtiger. Prof. Ebert fordert: „Wir brauchen dringend interdisziplinäre Zusammenarbeit – Zahnmedizin, Kardiologie, Neurologie und andere Disziplinen müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten.”
Systemische Erkrankungen im Blick behalten
Er erklärt auch die systemischen Zusammenhänge: „Wenn jemand mit einer Herzinsuffizienz nicht mehr Treppen steigen kann, dann steigen auch die Risiken für weitere Erkrankungen.”
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