In-vivo-Erosions-Studie

21. Juli 2021

In-vivo-Erosions-Studie

Durch die richtige Diagnose und eine frühzeitige Prävention kann irreparablen Schäden durch Zahnerosion entgegengewirkt werden. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Cornelia Frese, Poliklinik für Zahnerhaltungskunde der Klinik für Mund-, Zahn- und Kieferkrankheiten am Universitätsklinikum Heidelberg, untersuchte in einer vierjährigen randomisierten kontrollierten in-vivo-Studie (RCT) den präventiven Effekt einer Zahnpasta und Mundspülung mit Zinnchlorid, Aminfluorid und Natriumfluorid [1].

Als Grundlage der Bewertung der Zahnerosion diente das BEWE-Bewertungssystem (Basic Erosive Wear Examination). In der Studie wurde untersucht, ob die routinemäßige häusliche Anwendung sowohl einer Zahnpasta als auch einer Mundspülung, die Zinnchlorid, Aminfluorid und Natriumfluorid enthalten, einen präventiven Effekt auf die Mundgesundheit hat. Die Studie wurde über einen Nachbeobachtungszeitraum von vier Jahren durchgeführt.

Niedrigerer BEWE-Wert

Die Analyse zeigte einen deutlich positiven Effekt der untersuchten Produkte. Die Anwendung des elmex® Opti-schmelz PROFESSIONAL Mundpflege-Systems führte zu allen Zeitpunkten zu einem niedrigeren BEWE-Wert im Vergleich zur Kontrollgruppe. Bereits nach zwei Jahren war dieser im Schnitt um 17,6 Prozent geringer. Zusammenfassend ist diese Studie die erste, die einen möglichen präventiven Effekt von Mundhygieneprodukten mit der Wirkstoffkombination aus Zinnchlorid, Aminfluorid und Natriumfluorid auf die Zahnerosion zeigt. Diese Wirkstoffkombination kommt auch in der elmex® Opti-schmelz PROFESSIONAL Technologie vor.

Erosion – rechtzeitige Diagnose wichtig

Beim Erosionsprozess verlieren Patient*innen Zahnhartsubstanz durch das Einwirken starker Säuren. Die Ursachen sind vielfältig, beispielsweise können spezifische Essgewohnheiten die Ursache sein. Dabei kann selbst eine gesunde Ernährung den Zahnschmelz gefährden. Weiterhin können die Einnahme bestimmter Medikamente, reduzierter Speichelfluss oder Erkrankungen wie Reflux der Auslöser sein. Die Folgen sind teilweise unterschiedlich: Manche Patient*innen sind mit dem Aussehen ihrer Zähne unzufrieden, andere können nur eingeschränkt kauen und essen, wiederum andere leiden unter schmerzempfindlichen Zähnen. Wichtig ist in jedem Fall eine rechtzeitige und richtige Diagnose, da das Frühstadium asymptomatisch verläuft.


Quellen

[1] Frese C, et al., Clinical effect of stannous fluoride and amine fluoride containing oral hygiene products: A 4-year randomized controlled pilot study, Sci Rep 2019; 7681(9):1-10.

Kontakt

CP GABA GmbH

Beim Strohhause 17
20097 Hamburg
cpgaba@gaba.com

Ähnliche Beiträge

BEWE 2.0: Das neue Bewertungssystem für abgenutzte Zähne

BEWE 2.0 hilft dem Praxisteam, Zahnhartsubstanzverluste schnell zu erfassen. Erfahre, was die fünf Stufen bedeuten, wie das Risiko bewertet wird und wie du Patientinnen und Patienten beraten kannst.

Zucker im Glas: Mehr als nur ein Kariesproblem

Zuckerhaltige Getränke schaden nicht nur den Zähnen – sie können auch die Psyche beeinflussen. Eine aktuelle Studie zeigt: Softdrinks stehen im Zusammenhang mit Depressionen, besonders bei Frauen. Erfahre, wie du diese neue Erkenntnis in der Präventionsberatung nutzt und Patienten noch besser motivierst.

Wenn die Zahnarztangst krank macht – und wie Praxisteams helfen können

Angstpatienten brauchen einfühlsame Begleitung und das Gefühl, ernst genommen zu werden. Erfahre, wie du als ZFA mit Empathie und fachlichem Wissen Ängste abbaust und Vertrauen schaffst. Kleine Schritte führen zu großen Erfolgen.

Ricos Fortbildungstipps

Neuste Beiträge

recall-Newsletter