Am 14. November ist Weltdiabetestag

Seit fast 80 Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft mit den Zusammenhängen von Diabetes Mellitus und oralen Erkrankungen. Beide Krankheiten weisen ähnliche Risikofaktoren auf, die auch mit unseren westlich geprägten Lebensgewohnheiten einhergehen. Dazu gehören zum Beispiel Rauchen, fett- und zuckerreiche Ernährung, Übergewicht sowie Bewegungsmangel und Stress. Beide Erkrankungen sind chronisch und nicht übertragbar. Sie gelten als Volkskrankheiten mit hoher Dunkelziffer. Die klinische Praxis zeigt, dass sie oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt werden. Darüber hinaus steigt bei beiden das Erkrankungsrisiko mit dem Alter.1 Die Zusammenhänge sind mittlerweile intensiv untersucht und die Wechselwirkungen gelten als gesichert2. Dieser Sachverhalt fand auch Eingang in die neue PA-Richtlinie, in der Diabetes als Faktor für den Erkrankungsgrad berücksichtigt wird3.

Wechselwirkung Parodontitis und Diabetes

Vereinfacht kann man es sich so vorstellen: Ausgehend von lokalen PA-Entzündungen werden über die Blutbahn fortlaufend Bakterien und ihre Stoffwechselprodukte in den gesamten Organismus gestreut. Dadurch wird eine systemische Bakteriämie unterhalten. Entzündungsbotenstoffe können an Insulinrezeptoren andocken und so die Glukoseaufnahme der Zellen negativ beeinflussen. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel und eine Verschlechterung des Diabetes sind die Folgen. Patienten mit unentdecktem oder schlecht eingestelltem Diabetes weisen ein erhöhtes Risiko für parodontale Erkrankung auf, 86 Prozent höher als beim Nicht-Diabetiker4. So ist Parodontitis mittlerweile auch als Folgeerkrankung des Diabetes anerkannt8.

Andersherum haben es Patienten mit unbehandelter Parodontitis schwerer, ihren Diabetes einzustellen. Auch das Risiko, überhaupt Diabetiker zu werden ist erhöht – um 53 Prozent5. Es ist also besonders wichtig, diese Wechselwirkungen zu beeinflussen, weil beide Erkrankungen zudem schneller Probleme verursachen, wenn sie zugleich vorliegen6. Wissenswert ist auch, dass Diabetes nicht nur ein Risiko für das Parodont darstellt. Auch Verbindungen mit Karies, Mundschleimhautveränderungen oder sogar endodontischen Befunden werden diskutiert7. Erfreulich ist, dass die PA-Therapie den Langzeitblutzuckertest (HbA1c) positiv beeinflussen kann1.

Was also ist zu tun?

Vielen Patienten fehlen Kenntnisse zum Zusammenhang von Mund- und Allgemeingesundheit9. Selbst von Patienten mit chronischen Erkrankungen, die gemeinhin als gut aufgeklärt gelten, weiß noch nicht einmal die Hälfte, dass es derartige Zusammenhänge überhaupt gibt10. Es ist also noch viel Aufklärung zu Entstehung, Vorbeugung und Therapie in den Praxen nötig. Dazu gehört außerdem eine gute Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen zur bestmöglichen Versorgung.

Es wird empfohlen, dabei das zahnmedizinische wie auch das medizinische Team (Hausarzt, Diabetologe, Diabetesassistenz und Ernährungsberatung) sowie natürlich die Patienten selbst und wenn nötig oder möglich auch Angehörige einzubeziehen9. Wer Risikopati- enten in der Zahnarztpraxis erkennen will, für den können zum Beispiel Fragebögen zur Risikoidentifikation oder labormedizinische Screeningverfahren hilfreich sein9. Auch gut eingestellte Diabetikersind meist dankbar, über die Bedeutung der Mundgesundheit be- ziehungsweise ihr orales Erkrankungsrisiko aufgeklärt zu werden.

Gemeinsam klären der Bundesverband niedergelassener Diabetologen und die Bundeszahnärztekammer über diese Zusammenhänge auf – kostenloses Material dazu gibt’s unter www.paro-check.de. Auch TePe nimmt den Weltdiabetestag zum Anlass und bietet am 8. November um 12 Uhr ein Webinar zu Diabetespatienten und ihren zahnmedizinischen Herausforderungen an, natürlich kostenlos über unsere Wissensplattform TePe Share. Den Link zu diesem und weiteren Webinaren sowie dem TePe Symposium findet ihr auf der Wissensplattform TePe-Share. Um die Patientenkommunikation zu unterstützen bietet TePe auch kostenlose Broschüren an.

QR-Code zu TePe-Share Webinaren:


Literatur

[1] Schmalz G, Kreher D, Ziebolz D (2022): Biologische und klinische Assoziationen von oraler Gesundheit und Diabetes. Zahnärztliche Mitteilungen;13:36ff
[2] Sanz M, Ceriello A, Buysschaert M, Chapple I, Demmer RT, Graziani F, Herrera D, Jepsen S, Lione L, Madianos P, Mathur M, Montanya E, Shapira L, Tonetti M, Vegh D. Scientific evidence on the links between periodontal diseases and diabetes (2018): Consensus report and guide­lines of the joint workshop on periodontal diseases and diabetes by the International Diabe­tes Fede­ration and the European Federation of Periodontology. J Clin Periodontol;45(2):138ff.
[3] Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO), Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK): Die Behandlung von Parodontitis Stadium I bis III. Dezember 2020. Verfügbar unter www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/083-043l_S3_Behandlung-von-Parodontitis-Stadium-I-III_2021-02_2.pdf Zugriff am 25.07.2022.
[4] Nascimento GG, Leite FRM, Vestergaard P, Scheutz F, López R (2018): Does diabetes increase the risk of periodontitis? A systematic review and meta-regression analysis of longitudinal prospective studies. Acta Diabetol;55(7):653ff.
[5] Wu CZ, Yuan YH, Liu HH, Li SS, Zhang BW, Chen W, An ZJ, Chen SY, Wu YZ, Han B, Li CJ, Li LJ (2020): Epidemiologic relationship between periodontitis and type 2 diabetes mel­­li­tus. BMC Oral Health;20(1):204.
[6] Kocher T, König J, Borgnakke WS, Pink C, Meisel P (2018): Periodontal complications of hypergly­ce­­mia/diabetes mellitus: Epidemiologic complexity and clinical challenge. Periodontol 2000;78(1):59ff.
[7] Mauri-Obradors E, Estrugo-Devesa A, Jané-Salas E, Viñas M, López-López J (2017): Oral manife­sta­tions of Diabetes Mellitus. A systematic review. Med Oral Patol Oral Cir Bucal;22(5):e586ff.
[8] Adda G, Aimetti M, Citterio F, Consoli A, Di Bartolo P, Landi L, Lione L, Luzi L (2021): Consensus report of the joint workshop of the Italian Society of Diabetology, Italian Society of Periodontology and Implantology, Italian Association of Clinical Diabetologists (SID-SIdP-AMD). Nutr Metab Car­diovasc Dis;31(9):2515ff.
[9] Schmalz G, Kreher D, Ziebolz D (2022): Biologische und klinische Assoziationen von oraler Gesundheit und Diabetes. Zahnärztliche Mitteilungen;14:66ff
[10] Akl S, Ranatunga M, Long S, Jennings E, Nimmo A (2021): A systematic review investigating patient knowledge and awareness on the association between oral health and their systemic condition. BMC Public Health;21(1):2077.

Neues von TePe

Neues von TePe

Die Erfolgsgeschichte des schwedischen Mundhygienespezialisten, die mit einem Zahnstocher begann und heute eine breite Produktpalette spezialisierter und nachhaltiger Lösungen für die Mundhygiene bietet, schreibt sich nun fort. Die Produkte wurden nicht nur von zahnmedizinischen Experten mitentwickelt, sondern überzeugen diese auch, wie eine aktuelle Umfrage[1] unter Zahnärzten und Dentalhygienikern zeigt: Die Interdentalbürsten von TePe sind die meist empfohlenen IDBs in der Zahnarztpraxis. Seit diesem Jahr sind sie mit der Umstellung auf einen nachhaltigen Materialmix auch eine nachhaltige Wahl. Sukszessive werden nun auch weitere Zahnbürsten umgestellt – so ist ab sofort die TePe-SupremeTM aus nachhaltiger Herstellung zu haben und die TePe NovaTM folgt in Kürze.

Die Anfänge

Mit einem dreieckigen Zahnstocher begann 1965 die Geschichte von TePe. Seitdem hat sich einiges getan: Das Produktsortiment umfasst heute zahlreiche Lösungen für eine gesunde Mundhygiene, wie Interdentalbürsten, Zahnbürsten, Spezialbürsten, Dental Picks oder Zahnseide. Damit entwickelt TePe nicht nur kontinuierlich Lösungen für die gesunde Mundhygiene jedes einzelnen, sondern setzt sich auch umfassend für ein stärkeres Bewusstsein für die Verbindung zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit in der Gesellschaft ein. Und das ist nötig, denn Deutsche wissen wenig über den Einfluss der Mundgesundheit auf die allgemeine Gesundheit. So weiß zum Beispiel nur die Hälfte der Bevölkerung, dass gesunde Zähne das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können.[1] Das belegt auch der Brand Monitor Professionals 20211 von TePe: Die befragten Zahnärzte schätzen den Wissensstand ihrer Patienten sowie den Einsatz von Interdentalbürsten zur Vermeidung weiterer Erkrankungen noch als zu gering ein. Dabei beginnt Gesundheit im Mund!

Interdentalbürsten von TePe – die Zahnarztempfehlung Nummer 1

Alle Produkte und Lösungen von TePe werden auf der Grundlage klinischen Wissens und in Zusammenarbeit mit zahnmedizinischen Experten entwickelt. Und diese zeigen sich in einer aktuellen Umfrage1 von den Produkten überzeugt: Die Interdentalbürsten sind die Nummer 1 bei den Zahnarztempfehlungen. Aus gutem Grund, denn für die Empfehlung ausschlaggebend ist für die Experten vor allem die Effizienz des Produkts. Jeder Zweite lässt dieses Kriterium in seine Entscheidung mit einfließen. Auch die einfache Handhabung und hohe Qualität spielen eine Rolle im Empfehlungsprozess, genauso wie Nachhaltigkeit: Mehr als einem Fünftel der Befragten ist wichtig, dass das Produkt aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt, dieses recycelt werden kann und nicht an Tieren getestet wurde. Damit kann TePe punkten!

Der Griff zur TePe-SupremeTM – ab jetzt eine nachhaltige Wahl

Bei TePe stehen alle Zeichen auf Nachhaltigkeit – vor allem auch in der Produktentwicklung: Nach der Einführung der nachhaltig hergestellten Interdentalbürsten und Spezialbürsten mit CO2-Einsparungen von etwa 80 Prozent ist ab jetzt auch die TePe-Supreme™-Zahnbürste eine nachhaltige Wahl. Und das aus einem guten Grund: „Der Klimaschutz ist neben der Aufklärung zur Mundgesundheit eines unserer größten Anliegen, und wir wissen, dass erneuerbare Energien und Materialien einen erheblichen Einfluss auf die Reduzierung von Emissionen haben. Bei TePe arbeiten wir ständig daran, das Angebot an nachhaltigen Mundgesundheitsprodukten für die Verbraucher zu erweitern”, erklärt Helena Ossmer Thedius, Marketing- und Innovationsdirektorin bei TePe. Und das ist neu an der Zahnbürste mit kleinem Bürstenkopf, ergonomischem Griff und zweistufigem Borstenfeld für eine effizientere Reinigung der Zähne und vor allem entlang des Zahnfleisches:

  • Hergestellt aus hochwertigem, hygienischen Biokunststoff
  • 100 Prozent recyclebare Verpackung aus FSC-zertifiziertem Papier und 63 Prozent recyceltem PET
  • Einzigartiges zweistufiges Borsten-Design für optimale Plaque-Entfernung
  • Sechs neue frische Farben mit einer matten Oberfläche und weißer Griffmulde
  • Erhältlich in zwei Größen, Regular und Compact.

Kleine Sneak Peek: „Mit der Umstellung der TePe-Supreme™kommen wir unserem Ziel der klimaneutralen Produkte und Verpackungen im Jahr 2022 wieder ein Stück näher“, so Ossmer Thedius. Und dieser Weg geht weiter, in Kürze mit der TePe NovaTM, einer Zahnbürste mit erhöhtem Borstenbüschel an der Spitze des Bürstenkopfes für einen erleichterten Zugang zu schwer erreichbaren Stellen.


[1] TePe Brand Monitor Professionals 2021 Germany, Online-Umfrage unter 101 Zahnärzten und 101 Dentalhygienikern im Auftrag von TePe, Durchführungszeitraum April bis Mai 2021
[2] https://www.zm-online.de/news/gesellschaft/deutsche-unterschaetzen-die-folgen-mangelnder-mundhygiene/

Interdentalpflege: Oft Neuland für Patienten

Unwissenheit als Problem

Zahnmediziner und zahnmedizinische Fachkräfte wissen, dass im Mund Plaque entsteht und sich fortwährend auf allen Zahn- und Restaurationsflächen ablagert, besonders in den Approximalräumen. Und gerade dort ist der mikrobielle Biofilm vor dem Selbstreinigungsmechanismen der Mundhöhle sowie oft auch der aktiven Mundhygiene geschützt. Die Folge: Es bilden sich Karies und Gingivitis, die weltweit noch immer zu den häufigsten chronischen Erkrankungen zählen.

Wichtig für Patienten zu wissen ist, dass Parodontitis einen negativen Effekt auf Entstehung und Verlauf von systemischen Erkrankungen haben kann. Über entzündete Taschen können Parodontalkeime und entzündungsvermittelnde Proteine schon beim Kauen leicht in die Blutbahn (Bakteriämie) gelangen und durch Aspiration auch in die Atmungsorgane. Die Folge: verstärkte entzündliche Immunreaktionen. Sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Gefäßveränderungen (Endokarditis) und chronische Lungenerkrankungen (COPD) können schwerwiegende Folgeerscheinungen sein. Begünstigt werden diese Effekte durch Risikofaktoren, wie zum Beispiel Rauchen oder eine falsche Ernährung. Einem Diabetiker erschweren unbehandelte, schwere PA-Verläufe die Blutzuckereinstellung – sein Diabetes kann sich verschlimmern. Aus diesen Gründen ist es besonders wichtig, Patienten mit Parodontalerkrankungen über die Zusammenhänge verständlich zu informieren.

Ungenügende Reinigung

Auslöser für diese Volkskrankheiten sind meist ungenügende Putzergebnisse. Es ist erwiesen, dass Zahnbürsten nur etwa die Hälfte der Zahnoberfläche säubern und eine Reinigung der Approximalräume fast gar nicht stattfindet. Es werden zusätzliche Hilfsmittel benötigt. Geeignet sind Interdentalbürsten (IDB), Dental Picks und Zahnseide, die sich in ihren Anwendungsbereichen ergänzen. Interdentalbürsten gelten dabei als das wirksamste Hilfsmittel für eine gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume. Denn im Vergleich mit anderen Hilfsmitteln zur Interdentalreinigung sind nur IDB – dank ihrer flexiblen Borsten – so gut in der Lage, die an den Approximalraum angrenzenden Unebenheiten und Konkavitäten des Zahns zu reinigen.

Was macht eine gute Interdentalbürste aus?

Die Auswahl an IDB ist sehr groß, ihre verschiedene (Größen-)Kennzeichnung kann verwirren und ist markenübergreifend oft nicht einheitlich. Auch im Produktdesign und im Anwendungskomfort können Unterschiede ausgemacht werden. Gute Produkte lassen sich leicht an bestimmten Merkmalen erkennen: ein umfangreiches Größensortiment (ISO 0-8), große Arbeitslänge (Verhältnis von Bürstenfeld- zu Drahtlänge), beschichteter Edelstahldraht, abgerundete Kanten und ergonomischer Griff. Sind die Farbkodierung und Bezeichnung innerhalb einer Marke einheitlich, erleichtert es dem Behandler und den Patienten die Anwendung zusätzlich.

Welche Interdentalbürste ist passend?

Zahnzwischenräume sind so individuell wie die Patienten selbst, darum kommt es vor allem auf die richtige Größenauswahl an. Ist die Interdentalbürste zu klein, reinigt sie nicht optimal. Zu große Bürsten hingegen können Schäden an Zähnen und Zahnfleisch verursachen. Eine passende Größe kann am leicht spürbaren Durchtrittswiderstand erkannt werden. Die Borsten müssen den gesamten Interdentalraum  ausfüllen und sollen dabei auch etwas unter den Zahnfleischrand reichen. Das gelingt mit großen Bürstendurchmessern bei dünnem, aber stabilem Drahtkern. Besonders bei implantologisch versorgten und parodontal erkrankten Patienten kommen oft mittlere bis größere IDB zum Einsatz. Viele Anwender benötigen zwei oder drei verschiedene Größen. Mehr sollten es im Idealfall allerdings nicht sein, um besonders Erstanwender nicht zu überfordern.

Anwendungstraining in der Praxis

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Reinigung mit IDB ist eine gründliche Einweisung und aktives Üben. Bei der Handhabung ist darauf zu achten, dass die Bürste etwas von koronal kommend vorsichtig zwischen Papillenspitze und angrenzenden Zähnen in den Interdentalraum eingeführt wird. Dann wird sie einige Male horizontal vor und zurück bewegt beziehungsweise leicht nach mesial und distal ausgelenkt. Häufig sind hinterher an den Borsten Plaque oder Sekret erkennbar, ein Beleg für die Reinigungswirkung. Beim Üben stellt sich heraus, ob IDB mit kurzem oder langem Griff für die Patienten geeigneter sind – dabei stehen deren Geschicklichkeit und Vorlieben im Vordergrund. Soft-Varianten können bei bestimmten Indikationen, wie zum Beispiel Mundtrockenheit oder besondere Empfindlichkeit, eine gute Wahl sein. Wichtig ist: eine forcierte Anwendung ist meistens kontraindiziert. Anzeichen dafür können das Verbiegen der Interdentalbürste oder die Traumatisierung der Gingiva sein. In solchen Fällen – bei besonders engen und gesunden interdentalen Verhältnissen – kann manchmal auch Zahnseide das bessere Hilfsmittel sein.

Was folgt nach dem Training?

Interdentalbürsten werden idealerweise einmal pro Tag angewendet – und zwar ohne Zahnpasta. Bewährt hat sich die abendliche Benutzung, am besten direkt vor dem Zähneputzen. Bei Anwendern, die erst am Beginn der Interdentalpflege stehen oder sie nur sporadisch betreiben, kann es zu Blutungen am Zahnfleisch kommen. Um negative Überraschungen für den Patienten zu vermeiden, ist es sinnvoll bereits im Vorfeld zu erklären, dass dies zumeist eine Reaktion des entzündeten Zahnfleischs ist, die nach einigen Tagen regelmäßiger Anwendung abklingt. Vermieden werden sollte, dass der Patient die IDB für die Ursache hält. Um Handhabung und Reinigungsergebnisse zu kontrollieren, empfiehlt sich ein zeitnaher Recall – eine gute Gelegenheit zur Remotivation und für nötige Korrekturen an der Technik. Zudem sollte erneut geprüft werden, ob die gewählten Größen noch passen. Nachlassende Schwellungen könnten dann unter Umständen größere IDB erfordern.


[1] Tonetti MS, Jepsen S, Jin L, Otomo-Corgel J. Impact of the global burden of periodontal diseases on health, nutrition and wellbeing of mankind: A call for global action. J Clin Periodontol. 2017;00:1–7

[2] Slot DE, The efficacy of manual toothbrushes following a brushing exercise: a systematic review. Int J Dent Hyg. 2012 Aug;10(3):187-97

Recall Magazin